Hyperlinks gegen Rechts ist ein antirassistisches, antifaschistisches Informationsportal von Jugendlichen für Jugendliche

Als Projekt der politischen Bildung bietet "Hyperlinks gegen Rechts" jungen Menschen seit 2001 eine Plattform, sich kritisch mit Nationalsozialismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus zu beschäftigen. Im Rahmen von Seminaren und Erkundungsfahrten setzen sich die Mitwirkenden engagiert mit alten und neuen Themen auseinander, denken über Handlungsmöglichkeiten nach, reflektieren ihr eigenes Engagement und schreiben Texte für diese Webseite. Hyperlinks gegen Rechts ist ein offenes Projekt, an dem alle zwischen 16 und 27 mitarbeiten können.

Seit 2013 ist das Konzept von Hyperlinks auch Teil des großen Modellprojektes „Neue Wege gegen Rechts“, gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

NWgR

Auch 2016 finden wieder Hyperlinks gegen Rechts-Seminare statt. Ihr seid herzlich eingeladen,
- neue Leute kennenzulernen
- über anspruchsvolle Themen zu diskutieren
- eigene, kritische Positionen zu entwickeln
- spannende Orte zu besuchen
- die Webseite kreativ weiterzuentwickeln.

Tagung: Medien und Extremismus (23.02.2016, Frankfurt)
Große Fachtagung zum Thema Extremismus und Medien. In Kooperation mit dem Medienzentrum Frankfurt, Jugendamt Stadt Frankfurt und der FH Frankfurt.

Seminar: National - Patriarchal - Radikal (04. - 08.04.2016, Frankfurt)
Veranstaltung zum Thema Nationalismus und Sexismus im deutschsprachigen Hip Hop. In Kooperation mit Springstoff, Berlin.

Barcamp: Diskriminierung (22. - 24.04.2016, Neu-Anspach)
Veranstaltung zum Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Alten Schule.

Erkundungsfahrt (Herbst 2016)
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.

seminar 2015

Flüchtlinge haben nicht nur in der Heimat Feinde, auch hier in Deutschland werden sie von Menschen bedroht, beleidigt und angegriffen. Rechte Gruppierungen erfahren Zulauf , unter anderem z.B. NPD, AFD oder "Pegida", aber auch bis hin in die bürgerliche Mitte und deren Parteien: "selbst der Seehofer möchte sie nicht aufnehmen".
Es gibt inzwischen einige Politiker*innen oder Prominente, die mit der "Flüchtlingskrise" unzufrieden sind und öffentlich Stimmung gegen Asylbewerber*innen und Flüchtlinge machen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Prominente, die sich öffentlich für Flüchtlinge einsetzen z.B. Till Schweiger. Auch haben viele aufrechte Demokrat*innen Angst, die verständlicherweise wieder hochkommt, wenn sich immer mehr werdende Rechte zusammentun und gegen Flüchtlinge demonstrieren. Doch das ist nicht der einzige Grund zur Panik und Unzufriedenheit. Viele sind der Überzeugung, dass nicht nur hilfesuchende Menschen nach Deutschland kommen, sondern auch Terrorist*innen oder welche, die nur wegen dem Geld kommen. Viele Bürger*innen mit einem geringen Einkommen und finanziellen Problemen stellen sich die Frage, ob sie später einmal noch genug Rente bekommen.

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Bericht eines Vortrages Besuches bei dem Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.v.

Ein sehr charismatisches und inhaltlich starkes Gespräch. Der Referent des Apabiz hielt einen Vortrag über die verschiedenen und nicht genormten Outfits in der rechten Szene und neue Musikgenres, die mit faschistischem, rassistischem und antisemitischem Inhalt veröffentlicht wird.

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Die Punkte sind aus dem ersten Pegida-Papier vom 10.12.2014. Das Original findet man unter: http://pegida.de/2014/12/positionspapier-der-pegida/

1. für „die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten“ als Menschenpflicht

Eine spannende Forderung gleich zu aller erst. Dass Lutz Bachmann kein Flüchtlingsfreund ist, weiß man ja spätestens seit alte Facebookposts von ihm bekannt wurden. Er hatte Flüchtlinge als Ungeziefer bezeichnet. Interessant ist, dass diese Forderung - sofern sie umgesetzt wird - sogar mehr Flüchtlingen die Aufnahme ermöglichen würde. Im Grundgesetz stand nämlich ursprünglich nur "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht". Dies wurde erstmals nach den rassistischen Pogromen der 90er-Jahre durch bürokratische Regelungen beschnitten. Pegida aber fordert hier die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen UND politisch oder religiös Verfolgten "als Menschenpflicht".

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Das Phänomen der sozialen Ungleichheit war bisher in jeder Gesellschaftsordnung feststellbar. Doch besonders seit Beginn einer kapitalistischen Wirtschaftsform verschärften sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten beispielsweise in Bildungs-, Finanz- und gesellschaftlichen Teilhabebelangen. Diese soziale Diskrepanz gründet in der Entstehungsphase des Kapitalismus (Ende des 18. bis Beginn des 19. Jahrhunderts), während der die klassengesellschaftliche Unterteilung sich verschärft und in einer bipolaren Gesellschaftsstruktur mündet: es gibt „Besitzende“, die die Produktionsmittel erworben haben und es gibt „Besitzlose“, die mittels dieser Produktionsmittel Güter herstellen und von der Lohnauszahlung der „Besitzenden“ abhängig sind. Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Unterscheidung der Bevölkerung in zwei Personengruppen führte aufgrund der Abhängigkeitssituation der „Besitzlosen“ von den „Besitzenden“ zu einer Vermögensansammlung bei den „Besitzenden“.

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14.06.2015

Neonazis sind im „Weltnetz“, wie sie es lächerlicherweise nennen, aktiver geworden. Neben den üblichen Parteien wie NPD, die Rechte oder neueren wie dem „Dritten Weg“, sind vor allem organisierte Gruppierungen wie autonome Nationalisten, lokale freie Kräfte und Identität in den sozialen Netzwerken aktiv. Die Parteien versuchen Bürgerlichkeit vorzutäuschen und einfache Antworten auf komplexe Fragen zu „Aufregerthemen“ zu geben um scheinbar „besorgte Bürger“ anzusprechen. Solche Themen und Bilder sind beispielsweise die Todesstrafe für Kinderschänder, Altersarmut durch Geflüchtete, „kriminelle“ Ausländer, der „mörderische“ Islam, die vermeintliche linke Kontrolle der Medien, Meinungsfreiheit, und Patriotismus. Aber sogar bei ursprünglich 1„linken Themen“ wie Umweltschutz oder Tierrechten wird versucht die Meinungshoheit zu übernehmen. So gibt es zum Beispiel die breite Aktion „Umweltschutz ist Heimatschutz“ und eine vegane Nazi-Koch Show auf YouTube.

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14.06.2015

Sexismus im Handwerk
Im Handwerk arbeiten Menschen, wenn nicht auf Großbaustellen oder bei Neubauten, häufig vor Ort oder in den Wohnungen privater Auftraggeber*innen.
Leider haben manche Auftraggeber*innen Vorurteile, dass Arbeiter*innen, die nicht in Deutschland ausgebildet sind, schlechter arbeiten würden als ihre Kolleg*innen mit Ausbildung in Deutschland. Oft befürchten sie auch unbegründet Diebstähle, Pfusch u.ä. Straftaten. Diese Kunden gibt es vor allem in eher ländlichen Gebieten, in denen das Zusammenleben mit Migrant*innen noch nicht alltäglich geworden ist. Leider akzeptieren die örtlichen Betriebe häufig diese Abneigung der Kunden, was dazu führt, dass Jugendliche oder Erwachsene mit Migrationshintergrund nur selten die Möglichkeit bekommen, eine Aus- oder Weiterbildung in diesen Betrieben zu machen. Sie werden diskriminiert. Über ihre Zukunft in handwerklichen Unternehmen entscheiden Überlegungen wie: „Warum soll ich nicht den Jungen aus dem Dorf einstellen?“, „Wie sollen wir mit so jemandem zu den Kunden gehen?“, „Wir hätten dann jemanden für die Drecksarbeit“ und weitere würdelose Aussagen, die man in kleineren Handwerksfirmen häufig hören kann.

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14.06.2015

Die Band Frei.Wild bezeichnet sich selbst als nicht politisch. Diese Aussage ist – kritisch betrachtet – jedoch sehr fragwürdig. Phillip Burger, Sänger und Haupttexteschreiber der Band, sagt selbst: „Skinheads dürfen jederzeit kommen, auch rechte Skinheads – die müssen sich nur ordentlich benehmen.“ Dies zeigt deutlich, dass sie keine klare inhaltliche Distanzierung zu Neonazis vornehmen. Die von Burger getroffene Aussage sagt aus, dass eine Abgrenzung zu rechtsextremen Verhalten, aber nicht zu menschenverachtenden Einstellungen stattfindet.

Die Musik und die Texte, die Frei.Wild macht kann man als „Identitätsrock“ bezeichnen, welcher mehr oder weniger subtil nationalistische und völkische Ideologie vermittelt, ohne die Menschen abzuschrecken. Dem sind selbst die NPD und andere Neonaziorganisationen äußerst zugetan, welche den „Identitätsrock“ als „Einstieg“ in ihre Ideologie betrachten.

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Gender

Eine kleine Einführung zu den verschiedenen Geschlechtsidentitäten
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Frei.Wild

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Kritischer Kommentar zum ersten Pegida-Papier

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Generation Identitaire

Rechte im Wandel- zwischen sozialem Protest und der Suche nach der Volksgemeinschaft 
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